Verbesserte Wasserqualität in der Wohra durch Optimierung der Kläranlage Halsdorf

Auf der Kläranlage Halsdorf wurden 2011 technische Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt, um den Betrieb der Kläranlage weiter zu erleichtern und um die Wasserqualität in der Wohra zu verbessern.

Zu den Maßnahmen gehört eine bessere Schaltung der Zulaufpumpen, so dass bei Trockenwetter kein zu hoher Durchfluss am Sandfang auftritt. Dadurch setzt sich der Sand besser ab und es gelangt weniger Sand in die folgenden Belebungs- und Nachklärbecken. Sand stört die Funktion dieser Becken.

Der Rechen wurde mit einer geringeren Spaltweite erneuert, so dass den Reinigungsprozess störende Stoffe zurückgehalten werden. Um den Rechen bauten Zimmerleute ein gedämmtes Holzgebäude, der Rechen kann nun auch bei Frostwetter betrieben werden.

Eine weitere Belüftungswalze im Belebungsbecken wurde erneuert. Dadurch verbessert sich der Sauerstoffeintrag als Voraussetzung für eine intensivierte Beseitigung von Stickstoff aus dem Abwasser.

In der Nachklärung beseitigt ein rund laufender Räumer sich absetzende Bakterien, die in der Wohra zu Verunreinigungen führen aus dem Abwasser. Die Räumerlaufbahn bestand bisher aus Betonelementen, die sich aufgrund von Korrosionsschäden an den verbindenden Elementen inzwischen verschoben hatten und keinen sicheren Betrieb mehr gewährleisteten. Diese Betonelemente wurden durch eine Laufbahn für den Räumer aus verzinktem Stahl ersetzt, die für einen rutschfreien Betrieb im Winter auch beheizt werden kann.

Die Maßnahmen wurden teilweise aus der Abwasserabgabe finanziert. Abwasserabgabe muss jeder Betreiber einer Kläranlage entsprechend der Größenordnung und Reinigungsleistung der Kläranlage an das Land zahlen. Das Land zahlt jedoch die gesamt Abwasserabgabe für ein Zeitintervall von 3 Jahren an den Betreiber der Kläranlage zurück, falls dieser die Kläranlage bezogen auf einen der Überwachungswerte so weit optimiert, dass der Überwachungswert um mindestens 20 % gesenkt werden kann.

Die Gesamtkosten betragen brutto ca.210.000,- €. Aus der Abwasserabgabe der letzten drei Jahre werden ca. 90.000,- an die Gemeinde zurückgezahlt, so dass die Gemeinde Wohratal noch 120.000,- € finanzieren muss.

In diesem Fall wurde die Reinigungsleistung bezogen auf den Überwachungswert Stickstoff verbessert. Mit der Senkung des Überwachungswertes ist auch eine Reduzierung der an das Land zu zahlenden Abwasserabgabe um ca. 1.400,- €/ Jahr verbunden, so dass auch die Betriebskosten der Kläranlage weiter sinken.

 

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